[su_accordion][su_spoiler title=“Was ist eine Belastungsinkontinenz?„]
Belastungsinkontinenz (SUI) – unkontrollierter Harnverlust während körperlicher Anstrengung, Husten, Niesen, Heben schwerer Gegenstände (bei erhöhtem Druck im Bauchraum). In den schwersten Fällen tritt SUI auch in Ruhe auf.
Es gibt zwei Arten von SUI:
- anatomisch bedingt – verbunden mit übermäßiger Beweglichkeit der Blase und Harnröhre,
- sphinkterbedingt – verbunden mit einer Schwäche der Schließmuskulatur.
Ursachen der SUI:
- Geburten, besonders bei hohem Geburtsgewicht des Kindes,
- Menopause und postmenopausale Phase und damit verbundene Hormonmängel,
- angeborene Fehlbildungen,
- vorangegangene Operationen an der Harnröhre.
Zum Auftreten der SUI können auch Adipositas, chronischer Husten, bestimmte neurologische Erkrankungen, häufige Harnwegsinfektionen, Verstopfung, schwere körperliche Arbeit und Rauchen beitragen.
[/su_spoiler] [/su_accordion]
[su_accordion][su_spoiler title=“Was ist eine Dranginkontinenz?„]
Dranginkontinenz – Harninkontinenz, die durch unwillkürliche Blasenkontraktionen aufgrund übermäßiger Aktivität ihrer glatten Muskulatur (Detrusormuskel) verursacht wird. Der Patient verspürt einen Harndrang, der oft nicht im Verhältnis zum Füllungsgrad der Blase steht (selbst bei geringer Blasenfüllung). Die Detrusorhyperaktivität kann mit Pathologien der Harnblase (Steinbildung, Infektionen) oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems einhergehen. In einigen Fällen können die Ursachen der beschriebenen Symptome nicht festgestellt werden. Die Dranginkontinenz kann von häufigem Wasserlassen am Tag und in der Nacht sowie einem ständigen Harndrang unabhängig von der Blasenfüllung begleitet werden. Weitere Ursachen sind systemische Erkrankungen wie Diabetes, Parkinson, Alzheimer, Multiple Sklerose sowie Altersdemenz oder eingenommene Medikamente, unter anderem Diuretika.
S. Wroński, P. Radziszewski, D. Lewczak, Pęcherz nadreaktywny i naglące nietrzymanie moczu – choroba jednostki czy choroba społeczeństwa. Etiologia i leczenie /Überaktive Blase und Dranginkontinenz – Erkrankung des Individuums oder eine Gesellschaftskrankheit. Ätiologie und Behandlung/, Przegląd Urologiczny /Urologische Zeitschrift/ 5, 2010, 63.
[/su_spoiler][/su_accordion]
[su_accordion][su_spoiler title=“Was ist eine Überlaufinkontinenz?„]
Die Überlaufinkontinenz wird meist durch eine Behinderung des Harnabflusses aus der Blase verursacht. In diesem Fall ist die Blase gefüllt und ihre Wände sind gedehnt, wodurch der Urin unwillkürlich austritt. Diese Art der Harninkontinenz tritt am häufigsten bei Männern mit Prostatabeschwerden auf.
[/su_spoiler][/su_accordion]
[su_accordion][su_spoiler title=“Welche operativen Methoden gibt es zur Behandlung von Belastungsinkontinenz?„]
Es gibt zwei operative Methoden zur Behandlung von SUI: TVT und TOT. In beiden Fällen wird das urologische Band unter dem mittleren Teil der Harnröhre platziert. Diese Techniken unterscheiden sich in der Art der Bandapplikation. Bei der TVT-Methode wird das Band von der Vagina aus hinter der Symphyse platziert. Die TOT-Methode nutzt die sogenannten Foramina obturata.
[/su_spoiler][/su_accordion]
[su_accordion][su_spoiler title=“Wie erfolgreich ist die operative Behandlung von SUI?„]
Operative Methoden bieten eine 95 % Chance auf Frühheilung und etwa 85 % Heilungschance nach 5 Jahren.
[/su_spoiler][/su_accordion]
[su_accordion][su_spoiler title=“Welche Komplikationen können nach einer Operation mit Bändern auftreten?„]
Komplikationen sind selten (bis zu 10 %). Dazu gehören:
- Verletzung der Blase oder Harnröhre (meist durch Nadelstich beim Bandeinzug),
- Erosion: Harnblase, Vagina, Harnröhre,
- Hämatome,
- Harnverhalt,
- Harnröhrenschmerzen,
- Harnwegsinfektionen,
- Miktionsstörungen (Wasserlassen),
- Leistenschmerzen,
- Bandmigration/Nahtrupturen,
- Blut- und/oder Serumexsudate,
- Fieber.
[/su_spoiler][/su_accordion]


