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FAQ - Meist gestellte Fragen

FAQ

Was ist Belastungsinkontinenz?

Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz) – unkontrollierter Harnverlust aus den verschiedensten Gründen (Tragen, Lachen, Husten, Niesen) bei der erhöhte Bauchinnendruck durch Belastung, Pressen. In den meisten schweren Fällen tritt Inkontinenz auch im Ruhezustand.

Es gibt zwei Typen von Belastungsinkontinenz:

  • verbunden mit Hypermobilität der Blase und der Harnröhre,
  • verbunden mit der Schwächung der Schließmuskeln.

Ursachen:

  • Schwangerschaft und Vaginalgeburten,
  • Menopause und Postmenopause und damit verbundene Hormonmangel,
  • Blasenentzündung,
  • altersbedingte Beckenbodenschwäche,
  • angeborene Fehlbildungen des Schließmuskels.

Andere Ursachen: Übergewicht, chronischer Husten, körperliche Fehlbelastungen (Fehlbelastungen beim Krafttraining), manche neurologische Krankheiten, häufige Harnwegsinfektionen, Verstopfung, schwere körperliche Arbeit, Rauchen.

Was ist Dranginkontinenz?

Die Dranginkontinenz ist durch ein starkes Harndranggefühl im Zusammenhang mit unwillkürlichem Urinverlust gekennzeichnet. Bei der überaktiven Blase kommt es demgegenüber nicht unbedingt zu einem Urinverlust. Patienten mit einer Dranginkontinenz oder überaktiven Blase haben zudem eine erhöhte Frequenz des Wasserlassens (mehr als acht Mal pro Tag), wobei häufig nur kleine Urinmengen ausgeschieden werden. Oftmals kommt es auf dem Weg zur Toilette zum Harnverlust. Zusätzlich kann es auch zu gehäuftem nächtlichen Wasserlassen kommen. Wird man nachts mehr als einmal durch ein starkes Harndranggefühl aus dem Schlaf geweckt, spricht man von einer Nykturie.

S. Wroński, P. Radziszewski, D. Lewczak, Eine überaktive Blase und Dranginkontinenz – eine Krankheit der Einheit  oder der Gesellschaft. Ätiologie und Behandlung, Przegląd Urologiczny 5, 2010, 63.

Was ist Überlaufinkontinenz?

Die Überlaufinkontinenz wird auch als Inkontinenz bei chronischer Harnretention bezeichnet. Sie ist durch Harnträufeln ohne spürbaren Harndrang gekennzeichnet. Gründe dafür können Probleme bei der Entleerung der Blase, sogenannte Abflussstörungen, oder eine Unterfunktion des Blasenmuskels sein. Obwohl die Blase gefüllt ist, kann der Betroffene die Blase beim Wasserlassen nicht vollständig entleeren. Es verbleibt Restharn in der Blase.

Was sind sie chirurgische Methoden zu Behandlung von Belastungsinkontinenz?

Es gibt zwei Methoden der chirurgischen Behandlung von Belastungsinkontinenz: TVT und TOT. In beiden Fällen ist das eine Suspensions-Operation. Ein spannungsfrei eingebrachtes, synthetisches Band, das die Harnröhre im mittleren Bereich stützt, so dass sie in Belastungssituationen gegen dieses Band gepresst wird, sich verschließt und so ein ungewollter Urinabgang verhindert wird. Diese Techniken unterscheiden sich in dem Zugangsweg. Bei TVT wird das Band spannunsfrei unter die Harnröhre gelegt und hinter dem Schambein ausgeleitet. Bei TOT wird das Band spannungsfrei unter die Harnröhre gelegt und in den Schenkelbeugen ausgeleitet.

Was ist die Wirksamkeit der chirurgischen Behandlung von Belastungsinkontinenz?

Chirurgische Methoden bieten eine Chance auf ein 95% Heilung im Kurzzeit-Follow-up und etwa 85% im Fünf-Jahres-Follow-up.

Welche Komplikationen können nach der OP mit der Verwendung von Bändern auftreten?

Komplikationen sind selten (10%). Wie jeder chirurgischer Eingriff kann auch die Implantation von den urologischen Bändern Komplikationen verursachen. Zu ihnen gehören u. a.:

  • Verletzung der Harnblase oder der Harnröhre,
  • Erosion: der Harnblase, der Scheide, der Harnröhre, Harndrang de novo,
  • Hämatome,
  • Harnverhalt,
  • Harnröhrenschmerzen,
  • Harnwegeinfektion,
  • die Entstehung von Harnhöhle,
  • Miktionsstörungen,
  • Durchstich des Bandes in das Harnröhre oder Vagina,
  • Leistenbeugeschmerzen,
  • Zerreißen/Ausreißen des Bandes,
  • Migration des Bandes/die Zerreißung der Nähte,
  • Blut- und/oder Serumflüssigkeitserguß,
  • Fieber.

 

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